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Suche nach einem potentiellen Vater

Co-Parenting

Tja, wie findet man den Vater seines Kindes, wenn man keinen Partner hat? Diese Frage hat mich nun über mehrere Jahre begleitet. Ich habe mich als erstes auf die Suche nach einem Co-Parent gemacht. Wo findet man Co-Parents? Zum Beispiel bei Familyship. Empfohlen wurde mir die Seite von einem homosexuellen Freund, der darüber seine Co-Parent kennengelernt und nun glücklicher Vater ist. Das probiere ich auch, dachte ich mir. Zuerst durfte ich mit seinem Account schnuppern gehen. Aber schnell war mir klar, dass ich mir einen eigenen anlegen müsste, wenn ich selbst aktiv werden wollte. Gesagt getan, den einmaligen Mitgliedschaftsbeitrag bezahlt und los ging’s. Ich habe diverse Männer angeschrieben, einige haben geantwortet. Einige Nachrichten waren eher abschreckend, einige sehr angenehm. Mit einem Solo-Mann und zwei schwulen Pärchen habe ich mich letztlich getroffen. Aber so richtig „gefunkt“ in Sachen Co-Parenting hat es mit niemandem. 
Mit der Zeit und der wachsenden Erkenntnis, dass es keine einfache Sache wird, einen Co-Parent zu finden, habe ich mich mehr und mehr mit dem Gedanken angefreundet, mehr Eigenverantwortung in der Erziehung zu übernehmen. Bei Familyship kann man auch Väter finden, die eine Onkelfunktion übernehmen. Oder auch reine Samenspender. Ich weitete also meine Suche aus und kontaktierte weitere Männer. 

Über Familiship.org habe ich zuerst nach einem Co-Parent, dann nach einem Vater mit Onkelfunktion und letztlich nach einem Samenspender gesucht. 

Leider war ich auch mit dieser Option nicht erfolgreich und musste mich nach andere Möglichkeiten umschauen. 

Privates Umfeld

Parallel habe ich also mein Vorhaben unter meinen Freundinnen kundgetan. Von allen habe ich positives Feedback erhalten und so war es ein leichtes, sie auch nach möglichen Kandidaten für mein Vorhaben in ihrem erweiterten Bekanntenkreis zu fragen. Mit einem Interessenten habe ich telefoniert. Aber auch sonst ist dabei leider nichts bei rumgekommen. 

In diesem Zusammenhang habe ich auch einen alten Schulfreund kontaktiert, den ich sehr schätze und der mit mir in einer Stadt lebt. Einfach war es nicht, ihn zu fragen, ob er sich in irgendeiner Form vorstellen könnte, Vater eines Kindes mit mir zu werden. Aber ich habe es bei einem gemeinsamen Abendessen vor ca. einem Jahr gewagt und auch hier ein insgesamt ermutigendes Feedback erhalten. Nur mit einer festen Zusage konnte ich bin heute nicht rechnen. 

Einen schwulen Freund, so habe ich in meinem letzten Beitrag berichtet, habe ich ebenfalls gefragt. Nachdem er mir für mein Vorhaben abgesagt hat, hat er mir versprochen, sich in seinem Bekanntenkreis umzuhören. Das ist nun ca. 2 Monate her gewesen, also habe ich noch einmal nachgefragt. Leider müsse er mich enttäuschen, sagte er, es gäbe entweder keinen Kinderwunsch oder seine Freunde wären glücklich verpartnert. Auch ein dead end. Puh, jetzt, wo ich das alles mal aufschreibe, merke ich erst, wie viele Rückschläge ich auf dem Weg habe einstecken müssen. Aber ich gebe die Hoffnung noch nicht auf!

Die Suche nach einem potentiellen Vater ist über die letzten Jahre in einigen Sackgassen geendet. 
Aber: Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und ich schöpfe noch weitere Möglichkeiten aus. 

Zwei potentielle Kandidaten aus meinem Bekanntenkreis möchte ich noch fragen. Den einen kenne ich noch aus Schulzeiten, der ebenfalls in meiner Stadt lebt. Der andere ist ein guter Freund von zwei Freundinnen von mir, der ca. 300 km entfernt lebt. Mal sehen, was dabei rumkommt. Ansonsten muss es dann wohl doch die Samenbank werden. Auch, wenn ich meinem potentiellen Kind sehr wünschen würde, dass ich ihm während des Aufwachsens, einen Vater vorstellen könnte. Ich halte euch auf dem Laufenden

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